Gewerkschaften und ArbeitnehmerInnen haben in den letzten Jahren auch ihren Weg in die Sozialen Medien gefunden. Dass dieses Engagement seine Schattenseiten hat, ist vor allem unter dem Gesichtspunkt Datenschutz breit diskutiert wurden. Doch verschiedene Firmen und Start-Ups haben Werkzeuge entwickelt, die die Sozialen Medien auslesen und so bspw. Streiks vorhersagen können.

Twitter, facebook und Co sind in vielen Ländern bei Streiks nicht mehr wegzudenken. Sie transportieren Botschaften und Aufrufe und dienen der Vernetzung der Aktiven. Während das in Deutschland noch sehr schleppend verläuft, ist es in anderen Ländern bereits gewerkschaftlicher Alltag. Beispielsweise beim UCU-Hochschulstreik 2018 in Großbritannien.

Verschiedene Start-Ups und Firmen bieten KI-gestützte Analysesoftware, die es ermöglicht, einen Streik 6 Monate vor der Arbeitsniederlegung vorherzusagen. Dazu werden die Sozialen Netzwerke gefiltert und durch die künstliche Intelligenz analysiert und ausgewertet. Das österreichische Start-Up prewave verspricht beispielsweise zwar einen Code of Ethics und die Zusammenarbeit mit NGOs, aber klar ist: Der Arbeitskampf der Zukunft wird durch die Sozialen Netzwerke für die Arbeitgeber besser plan- und vorhersehbarer.

 

Weitere Informationen:

Arbeitskämpfe auf Social Media: Zwischen Streikorganisation und Streikvorhersage (netzpolitik.org)

Streikvorhersage durch Künstliche Intelligenz? (unionize / dgb)

unsplash-logoChad Peltola