Kunst und Technik befruchten sich gegenseitig. Wie das eindrucksvoll aussehen kann, zeigt zurzeit Robert Seidel in der Ausstellung “IOR – Index of Refraction” im Kunsthaus Erfurt.

“Mit der dreiteiligen Arbeit IOR – Index of Refraction im Kunsthaus Erfurt widmete er sich nun erstmalig dem Thema Augmented Reality, erweiterte Realität, kurz AR. Bei dieser Technik wird ein Smartphone oder Tablet verwendet, um digitale beziehungsweise virtuelle 3D-Informationen mit dem (realen) Bild der geräteeigenen Kamera zu überlagern. Der Betrachter hat so die Möglichkeit ein virtuelles 3D-Objekt im realen, dreidimensionalen Raum zu erkunden. Durch die Rückkopplung der Kameraansicht mit der Bewegung der eigenen Hand wird die skizzenhafte Überformung der Umwelt durch das eigene, vertraute Smartphone direkt nachvollziehbar. Mit der Arbeit umschifft Seidel die Mechaniken künstlicher Verknappung am Kunstmarkt und erlaubt es, dass sich das Kunstwerk potentiell in jedem Smartphone einnisten kann und sich an anderen Orten weiter entfaltet – die Zeit dafür ist nun, nach 100 Jahren, der Anfänge des Genregrenzen einreißenden Bauhauses, gekommen.” (Quelle: Kunsthaus Erfurt)

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Januar 2019 im Kunsthaus Erfurt, Michaelisstraße 34, zu sehen.

 

Kunst und Technik auf digqu.de:

künstliche Kunst (2. Mai 2018)

 

 

Bild oben: Symbolfoto von Lucrezia Carnelos
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